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GassiPod #052: Natural Born Grillers
Es hat etwas Archaisches – das Grillen an sich. Es ist die große Bestimmung des Mannes, dass ER die toten Tieren ihrer Bestimmung zuführt. Und genau dabei macht er schon immer so ziemlich alles falsch, was man nur falsch machen kann, denn “Gesund” schmeckt bekanntlich nicht. Das mussten wir schon als kleine Jungs leidvoll erfahren, als uns viel ältere, weibliche Erdenbewohner zwangen, seltsame Gemüsepampe (Spinat) als “Nahrung” zu gebrauchen. So gesehen ist das Grillen erwachsener Männer nichts als Rache. Tom und Larson sind nun als Botschafter des geräucherten Friedens unterwegs und zeigen Euch, wie Ihr den Spagat zwischen schwarzgegrillten Koteletts und aluschalen-bereiteten Maiskolben hinbekommt – wenn es auch das ein oder andere Mal kräftig im Schritt zieht.
Übrigens meinen viele, Grillen und Barbecue seien ein und dieselber Sache. Weit gefehlt, denn BBQ bezeichnet das indirekte Grillen bei nur 120 – 200 °C in sogenannten Smokern. Das Fleisch wird schonend und ohne Hektik gegart, ohne auszutrocknen. Die krebserregenden Rauchgifte durch in die Glut herabtropfendes Fett werden ebenfalls vermieden. Wer einmal ein richtiges BBQ gegessen hat, weiß den Unterschied zu schätzen.
Kurztipps:
- Einen großen Grill verwenden (30% freie Fläche, oder Tropfblech zwischen Fleisch und Glut)
- Anzündkamin nutzen, den erst halbvoll machen und dann nochmal auffüllen, wenn es gut glüht
- Schale mit Bier/Wassergemisch in den Smoker geben
- Nicht direkt über der Glut garen (am besten über der oben erwähnten Schale)
- Nach dem Grillen alle Öffnungen verschließen und über Nacht abkühlen lassen. Die restliche Kohle kann man wieder benutzen.
- Am nächsten Tag säubern: Latex-Einweghandschuhe und einige Küchentücher zum Säubern des Smokers benutzen. Das Fett/Wasser-Gemisch aus der Grillschale dann einfach auf die schmutzigen Küchentücher kippen und alles ab in die Mülltonne
- Asche später unauffällig als Dünger im Blumenbeet der Gattin verstreuen
Zum Foto rechts: Das Gemüse (Zuccini, Champignons) wurde mir natürlich von den Frauen aufgezwungen. Kein MANN grillt sowas freiwillig…
Man beachte das Brandeisen in meiner Hand (wer erkennt die Spiegelschrift?).
Und dass das Bier kein gutes Kölsch ist, hat auch seine besondere Bewandnis – wird im GassiPod aufgelöst……
Aufnahme: 9. Juli 2010
21 MB
29 min
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Ergänzende Links
- Definition für das indirekte Grillen: Barbecue auf Wikipedia
- Tipps für’s Grillen von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)
- Der Anzündkamin auf Wikipedia
- Auf der Webseite vom European Outdoor Chef (EOC) gibt es hier die aktuellen Holzkohlegrills
- Die Webseite von beef.de mit dem tollen Rezept für “Huhn auf Bierdose” in der Leseprobe (hier Rechtsklick und PDF herunterladen)
Hier ein Text, den jeder ja aus dem Internet kennt bzw. schon mal als Email zugeschickt bekommen hat:
Die Grillsaison hat endlich wieder angefangen und es ist daher wichtig, dass wir uns ein paar Punkte in Erinnerung rufen über die Regeln des Kochens draußen, da das das einzige Kochen ist, das echte Männer unternehmen, weil damit ja immer eine gewisse Gefahr verbunden ist. Wenn ein Mann sich dazu bereit erklärt, das Grillen zu übernehmen, wird die folgende Kette von Ereignissen in Bewegung gesetzt.
Die Frau kauft das Essen. Die Frau macht den Salat, bereitet das Gemüse und den Nachtisch. Die Frau bereitet das Fleisch fürs Grillen vor, legt es auf ein Tablett, zusammen mit allen notwendigen Utensilien und trägt es nach draußen, wo der Mann schon mit einem Bier in der Hand vor dem Grill sitzt.
Und hier kommt der ganz wichtige Punkt des Ablaufs: DER MANN LEGT DAS FLEISCH AUF DEN GRILL !
Danach mehr Routinehandlungen, die Frau bringt die Teller und das Besteck nach draußen. Die Frau informiert den Mann, dass das Fleisch am Anbrennen ist. Er dankt ihr für diese wichtige Information und bestellt gleich noch mal ein Bier bei ihr, während er sich um die Notlage kümmert.
Und dann wieder ein ganz wichtiger Punkt: DER MANN NIMMT DAS FLEISCH VOM GRILL UND GIBT ES DER FRAU.
Danach wieder mehr Routine. Die Frau arrangiert die Teller, den Salat, das Brot, das Besteck, die Servietten und Saucen und bringt alles zum Tisch raus. Nach dem Essen räumt die Frau den Tisch ab, wäscht das Geschirr.
Und wieder ganz wichtig: ALLE LOBEN DEN MANN FÜR SEINE KOCHKÜNSTE UND DANKEN IHM FÜR DAS TOLLE ESSEN.
Der Mann fragt die Frau, wie es ihr gefallen hat, mal nicht kochen zu müssen und wie er dann sieht, dass sie leicht eingeschnappt ist, kommt er zu dem Schluss, dass man es den Weibern sowieso nie Recht machen kann.




Wow, das ging schnell. Vielen Dank! Wird gleich heute Abend angehört.
Zwei Sachen vorab:
1: Klar kann man die Spiegelschrift lesen. Das Brandeisen gab’s neulich sogar hier irgendwo im Discounter
2: Den Grillkamin kann man auch bis obenhin voll Kohlen schütten – geht genauso, dauert nur etwas länger bis die oben durchgeglüht sind. Aber am meisten Spaß macht’s natürlich mit nem richtigen Holzfeuer, auf das dann die Kohlen geschüttet werden. Wenn’s schnell gehen muss, nehme ich aber inzwischen auch ganz gern mal den Anzündkamin
viele Grüße,
Ralf
Also mir ist das schon mehrfach passiert, dass der Anzündkamin zu voll war und wieder ausging. Das liegt dann meist an der Art der Kohle – ist sie zu fein, zieht er nicht richtig, wenn er voll ist.
Hi Tom,
das mag sein – ich verwende meist Briketts. Brauchen zwar länger bis sie glühen, dafür halten sie dann aber auch die Glut länger – ist bei normaler Holzkohle immer so ne Sache. Mein Brennstofflieferant ist übrigens seit Jahren der südliche der Gebrüder Albrecht, der mir auch zwei Grillkamine verkauft hat
ciao
Ralf
Haloa Tom!
Genau, der Mann legt das tote Tier auf den Grill – oder den toten Vogel – oder den toten Fisch!
Es mag auch richtig sein, dass obiger Grill das transportable Nonplusultra ist, aber
die beste Grillvariante wo gibt, steht u.a. auf meiner Veranda und ist ein Buschbeck-Grillkamin mit Schamotteauskleidung für das Kaminfeuer danach – z.B. nach dem Angrillen Neujahrsmorgen gegen 0:15.
Zum Hören komme ich leider erst in ein paar Tagen, aber DAS musste ich einfach mal vorab loswerden.
Viele Grüße
TJ.
Hallo Tom,
danke für den neuen Podcast. Habe ihn eben geladen, zapf jetzt eine 5L-Dose Deines Lieblings-Kölsch an und werde ihn gleich auf der Terasse hören.
Vielen Dank für die Unterhaltung.
Viele Grüße aus BaWü (nach einer Woche Bonn),
Tobias
Eines sei Dir sicher – Larson und ich haben Euch nicht vergessen! Wenn Du den GP52 hörst, wirst Du merken, dass Du spätestens im August Post von uns bekommst, da es sich dann zeitlich entspannt!
:O)
Liebe Grüße, Tom
wir würden im schwäbischen sagen: No ned huddle……oder auf deutsch: nur kein Stress….
Gruß
Tobias
Hi Tom,
Du hast ja sooo viele DVDs und BluRays auf Deinem Wunschzettel… wann willst du die denn alle gucken? Und: leidet da nicht die veröffentlichungsfrequenz der GPS darunter?
“Der Seelenbrecher” kann ich übrigens sehr empfehlen. Bin normal nicht der Roman-Fan, aber das Buch habe sogar ich ziemlich schnell runtergelesen gehabt. Echt spannend geschrieben!
Und nun zum letzten GP: Ein bisschen viel Krebs kam für meinen Geschmack drin vor, der Rest hat gepasst. Das Rezept mit dem Dosenhuhn habe ich leider nicht gefunden, aber die Idee ist klasse! Geht aber wahrscheinlich nur bei nem Indirekt-Grill, oder? Ich könnte mir vorstellen, dass direkt über dem Feuer das Huhn unten verkohlt und oben roh bleibt. Für Anregungen bin ich offen
Ciao
Ralf
Hi Ralf,
das mit der Wunschliste hat seine besondere Bewandtnis – ich suche zur Zeit Inspiration für ein privates Projekt. Mehr darüber im GP, wenn ich es ernsthaft und tatsächlich angefangen haben sollte.
Das Dosenhuhn ist mit Foto ganz einfach zu finden: Oben unter “Ergänzende Links” den allerletzten Link nutzen (Rechtsklick auf das PDF) und im PDF ist es dann die Seite 3.
:O)
(Und ja, diese Krebserei geht einen echt auf den Keks, lassen wir uns das Grillen besser nicht vermiesen!)
Hallo Tom,
also bei uns ist das so:
Der Mann möchte grillen.
Er kauft das Fleisch, Baguetee und auch etwas Gemüse. Er bereitet den Grill, das Gemüse und das Fleisch vor.
Die Frau macht einen schnellen und leckeren Nudelsalat und deckt den Tisch. Sie backt das Baguette auf und schneidet es.
Der Mann zündet den Kamin an und trinkt ein Bier (das er selbst geholt hat). Der Mann grillt das Fleisch mit viel Liebe und Sorgfalt und bedient die Familie.
Die Frau räumt später alles in die Spüulmaschine. Der Mann räumt den Grill auf.
Die Frau lobt den Mann!!! Und hatte einen entspannten Abend.
Ein schöner Gassipod! Mann und Sohn grillen gerade in der Schule (sicher nicht so gut wie zu Hause, dafür stärkt es den Zusammenhalt der Klassengemeinschaft). Tochter trainiert in der Turnhalle und Frau hütet Haus und Hund…
Liebe Grüße von der Ostalb.
Hi Tom
Wolte einfach mal danke sagen für deine tollen gassipods
macht immer wieder spaß sie zu hören
gruß Martin
Hi Tom,
das war mal wieder sehr lehrreich. Vielen Dank für deine “Lebenshilfe”.
Es macht immer wieder Spaß deinen Podcast zu hören. Lass nicht nach gib alles und mach weiter so. Liebe Grüße an Larson und deine Familie.
Ich warte schon gespannt auf den (vor langer Zeit) versprochenen Beitrag über die Höllenmaschine aus Ösiland dem Teilchenbeschleuniger.
Viele Grüße aus dem Südharz
Sabine & Frank & Uschi