Der Tom hört des nachts seinen All-Time-Favorite-Song (Lamb – Gabriel) und schreibt Euch mal diese Zeilen:
12 Jahre im Berufsstress sind eigentlich genug, um mal zwischendurch aufzutanken, oder? Ganz davon abgesehen, dass es früher auch nicht besser war: In der Schule habe ich eigentlich nie Hausaufgaben (selbst) gemacht, sondern statt dessen auch immer als Blättchenausträger, Wurst-ins-Regal-Einräumer oder Schlosserei-Handlanger gewerkelt, um mir meine erste Stereo-Anlage, meine Kreidler Florett, die erste Kamera oder den ersten Computer zu verdienen.
Im nicht ganz stressfreien Physik-Studium war es ähnlich: Anstatt zu pauken, habe ich lieber bis nachts um 1 Uhr im Rechenzentrum vom Europäischen Transschall Windkanal in Fortan77 rumprogrammiert. 20 Stunden pro Woche im Semester, 40 Stunden in den Semesterferien.
Irgendwann muss mal Schluss sein mit dem Unsinn!!!
Sonst ist man ruckzuck in der Kiste, im Burn-Out, oder die Kinder wollen nur noch Geld für das “Auslandsstudium”. Mal ein komplettes Jahr ohne 12-18-Stunden-Tage, Wochenendarbeit, Blackberry-Terror und Telkos im Urlaubsarpartment (während die Familie am Strand sitzt und seufzend auf den Papi wartet). Das wäre mal was…
Now is the Time! Die beiden Rüpel wollen am liebsten ganz viel mit dem Papi toben – im Schwimmbad oder noch besser im Phantasialand. Und der Papi will gerne mal mehr fotografieren, einen Thriller schreiben und all die kleinen Hausmeistertätigkeiten machen, die in den letzten 10 Jahren so liegen geblieben sind.
Nach einem erfolgreichen Vertriebsprojekt mache ich deshalb nun ein einjähriges, sogenanntes “Sabbatical”. Auftanken, re-fokussieren, Kreativität ausleben und dem Wichtigsten überhaupt frönen: Den Menschen um mich herum!
(Oder anders gesagt: Scheiss auf die Karriere
)
Für die GassiPod-Hörer keimt da natürlich Hoffnung auf – und ja, zu Recht! Es schlummern Aufnahmen im Speicher, die besser sind als alles bisher Dagewesene – und die sollen endlich mal raus ins Licht….
Vor lauter Kinderprogramm und Reisen sind die ersten 26 Tage schon mal verflogen. Vermutlich soll es so sein.
Hoffentlich komme ich selbst nicht zu kurz… (Rentnerphänomen)
Er war stets bemüht…
Ich halte Euch auf dem Laufenden…

Ui, jetzt werden also die Schätze endlich gehoben, die schon so lange in Deinem Archiv schlummerten. Na dann frohes Entstauben, ich freue mich schon! Alles Gute, Mic@
Hi Tom,
also bist Du jetzt der Nächste der aus dem Hamsterrad aussteigt und die Batterie erst mal an das Ladegerät anhängt! Willkommen in der richtigen Welt & viel Spass beim auftanken.. Wir freuen uns schon auf das Aufarbeiten Deiner Festplatte
PS: Und Larson findet es sicherlich auch mal ganz schön nicht immer nur Abends als Ufo durch den Wald zu laufen sondern auch mal am Nachmittag mit Herrchen und der Familie Gassi zu gehen…
Aber wir werden ja von Dir hören.
Lieben Gruß an Alle, Chris
Wurde Zeit dass Du dich besonnen hast. In den Podcasts und im Blog konnte man schon zwischen den Zeilen lesen, daß Du zielstrebig auf den Burnout zusteuerst. Viel Spaß im richtigen Leben und lass Dich nach dem Sabbatjahr nicht wieder versklaven.
Hey, das klingt ja glatt zum neidisch werden
Vielleicht findet sich ja nochmal Zeit für ein Podcaster-Treffen, so wie auf den Poller-Wiesen, wo wir immer wieder gerne daran zurückdenken.
Liebe Grüße auch von Labrador Finlay
Marcus
Hallo Tom,
Gratulation von unserer Seite zu diesem Schritt!
Ich bin sicher, die ersten Tage sind wie ein langer Urlaub (besonders da noch Ferien waren). Wenn die Kinder erst wieder täglich zur Schule dürfen, wird auch für Dich die Zeiteinteilung eine andere sein. Und dann sind Deine Projekte ja gerne sehr umfangreich und gut recherchiert… da kommt sicher keine Langeweile auf.
Als es bei uns mal beruflich etwas ruhiger war, haben wir es alle sehr genossen. Nun, da seit fast einem Jahr wieder viel gearbeitet wird, sind die Kinder schon manchmal betroffen, dass “Papa” nicht mehr so ansprechbar ist. Aber wir hoffen auf gemütlichere Zeiten solange die Kinder noch bei uns sind.
Geniesse Deine Auszeit! Es ist gut angelegte Zeit. Manchmal braucht man einfach etwas Abstand, um den richtigen Weg wieder mit Überzeugung beschreiten zu können. Viel Erfolg dabei.
Grüße,
Sonja & Familie mit Bajazzo
P.S.: Beste Wünsche an Larson und baldige Besserung…
Hi,
Ich finds ja toll dass du jetzt mehr Zeit für die familie hast aber du hast auch uns gegenüber Verpflichtungen, nämlich gassipods zu machen! Und ich finde du solltest es schon schaffen jede 2te Woche einen zu machen! Bewertung siehe podster.de!
Linus
Hi Linus, stimme Dir voll zu, GPs alle zwei Wochen sollten schon irgendwie drin sein. Als ich Deinen Wunsch eben an meine Frau weitergab, habe ich mir einen tierischen Anschiss eingefangen, was ich vorher noch alles tun muss, bevor ich auch nur daran denken darf, Zeit in den nächsten GP zu investieren. Wenn Du mal Familie mit Frau, Kindern, Hund und Haus hast, wirst Du verstehen, was ich ich meine. Vorher wohl nicht… :O)
…und um mal Sonjas Kommentar aufzugreifen: gut recherchiert, da kann ich nur zustimmen, und deshalb wäre es nun mal an der Zeit, einen GP über Deine Wärmepumpenheizung zu hören
Dass ich, als fast schon fundamentalistsicher Vertreter des Müssiggangs, vulgo der Faulheit, zu Deinem Schritt gratuliere, ist — selbstverständlich. Stress Dich nicht, auch nicht mit den GPs so gerne ich sie höre. Wie man bei uns sagt, Loss lei laafe.
Die schönsten Tage sind die, an denen man beim Aufwachen nicht weiss, wie man sie verbringen wird. Du hast eine Menge Dinge aufgezählt, die du in deine Leben schon bewältigt hast. Das klingt noch ein bisschen zu stolz. Gut aufs Physikstudium, da kann man sich schon stolz sein. Aber aufs Fortran lernen? Ich weiss nicht. Gehört für mich, der ich das auch getan habe, eher in die Kategorie: “Wär’ma bessa saufn gegangen”.
Ich bin ein paar Jährchen älter als Du. Ich mach nix mehr, dass nicht unmittelbar Spass macht, und an das sich die Trauergäste an meinem Begräbnis nicht mehr erinnern werden können. Wenn scherts dann, wieviel Projekterl ich dann durchgezogen hab, die zwar alle irgendwie interessant und erfolgversprechend waren, aber das Universum in ihrem Lauf nicht beschleunigt und auch nicht aufgehalten haben. Den Erfolg versprechen sie, aber halten tun sie ihn nicht.
Zu den Dingen, an die man sich erinnern wird können, gehört in aller erster Linie die Familie, egal ob’s immer SPass macht oder nicht. Also hör brav auf Deine Frau.
Zu den Dingen, die Spass machen, g’hören Podcasten, Geocachen, Oben-Ohne-Golfen und Schlammcatchen — Zuschauen. Radfahren wie Du bereits erkannt hast, ganz sicher nicht. Dann schon lieber ins Dominastudio, wenn Du ohne Schmerz nicht leben kannst.
Viel Spass bei der Faulheit wünscht Dir
irgendwer
Hi Ralf Irg Endwer,
faul sein ist genau das, was ich nicht kann. Immer noch nicht. Ich weiß gar nicht, wie das geht. Und genau das versuchte ich mit meiner “Aufzählung” klarzumachen. Das letzte Mal, wo ich “Langeweile” hatte, war so mit 7 oder 8 Jahren. Ich weiß das noch genau: Immer wenn ich meiner Mutter sagte “Mir ist langweilig”, antwortete sie “Geh’ doch Rollschuh laufen”. Dazu hatte ich natürlich auch keine Lust – die Dinge liefen ja nicht richtig, das war damals eher “gehen auf Rollen”.
Nein, der Luxus im Sabbatical liegt für mich eher darin, mehr Dinge priorisieren zu können, wie *ich* es möchte. Dass dann immer noch Zwänge von “außen” (Frau, Familie, “Hausmeistertätigkeiten” etc.) existieren, ist dabei auch klar.
Im ersten Monat habe ich jedenfalls erstaunlich wenig Zeit gehabt für mich selbst und “meine Projekte” – vermutlich erscheint es mir nur so. Aber es waren auch Sommerferien, sowas stressiges wie Urlaub usw.
Ich arbeite also noch dran…. :O)
(… und ja – auch an den GassiPods)
Wenn du niche weißt, was Langeweile ist: die alpenländische Antwort auf das Nirwana. Nix zu tun: nau supaaa!
Mir ist gerade fad , österreichisch für Langeweile. Und ich bin in der Mittagspause zum Saturn gegangen und tippe diese Nachricht auf dem hammergeilen iPad. Mir is fad und es geht Mir glänzend dabei.
Wenn ditch wider deer Arbeitseifer einholt: stell DIch in eine Zimmerecke und wart bis er vorbei ist, Oder fahr auch zum nächsten Saturn.
Besser a Waumpn vom Fressen und Saufen ois aa Bugl von da Oweit, schreib ich dire notch in deinonychus Poesiealbum
Lieberman Grüße
irgendwer aus München
Hallo Tom,
auch ich möchte Dir gratulieren.
Nicht zu mehr Gassipods, auch nicht zu mehr Blogeinträgen, sondern zu mehr Zeit für Familie, Hobby und für DICH.
Du lebst in einer tollen Gegend mit soooo vielen Möglichkeiten, nutze diese JETZT und nicht erst im Rentenalter wenn alles schwerer wird.
Nehm die Kamera und gehe abends mal raus….Köln bietet so viele tolle Motive, oder schnapp Dir das GPS-Gerät und ziehe los. Der ein oder andere GP lässt sich auch “live” von draußen aus aufnehmen *g*
Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß und Erfolg beim neuen Projekt “Feierabend”
Viele lieben Grüße
Tobias
P.S: Ich muss morgen wieder für >6 Wochen beruflich in die USA…..aber Feierabend ist dort auch spätestens 18:00