Tokio ist aufregend!So, das war ja eher ein „Durststreckenjahr“ für Euch Hörer – da müssen die Hundis und ich ja noch eine Jahresend-Rally hinlegen.

Da die Themen Hund und sehr beliebt sind, koppeln wir beides einmal und haben wie so oft auch live im Wald Spaß. Den Regen spürt Ihr auf Eurer Haut, wenn Ihr über Kopfhörer hört – versprochen!

Themen:

  • Wie macht sich der alte Puffbär denn nun?
  • Wieviel Blödsinn macht ?
  • Tom Lost in :
    Was die Japaner mit den Preußen gemein haben und wieso man einen Koffer voller Visitienkarten braucht.

Hört rein!

Euer Tom, Larson & Kalle


Die Preußen sind ja nix im Vergleich zu den disziplinierten Japanern. Nachdem man zwei Stunden mit dem Airport-Shuttle vom Flughafen in die Innenstadt ins Hotel nach Shinjuku gefahren ist (dort wurde auch „Lost in Translation“ gedreht) und auf der Strecke kein Grün, aber jede Menge Beton gesehen hat, weiß man, was einen erwartet!

Alles sauber, alles ruhig und diszipliniert. Keine Graffittis, keine Kaugummis auf dem Boden, kein Hupen. Die ganze Stadt ist unterkellert mit der Metro und jedes größere Gebäude hat einen eigenen, unterirdischen Zugang zum Metronetz!

Der Japaner an sich ist immer lächelnd, förmlich und supernett – ja fast devot. Die komplizierten Begrüßungsregeln und „Do’s & Don’ts“ lernt man besser vorher. Die Stadt selbst pulsiert vor Leben und kommt einen nicht überaltert vor – die Alten scheinen auf dem Land zu leben.

Die Metro ist voll klimatisiert, hat Handynetz und WLAN. Es wird sich brav auf Markierungen am Boden angestellt und wenn dann (wie so oft) doch nicht alle in die Metro passen, kommt ein freundlicher Herr in Uniform und weißen Handschuhen und drückt die letzten Mitfahrwilligen auch noch rein. Man arrangiert sich eben, redet nicht (auch wenn man sich kennt) und stiert statt dessen auf stumpfsinnige Spiele im Smartphone. Und nein, man redet auch nicht im Aufzug.

Die Herren im schwarzen Business-Outfit – die kleinen Japanerinnen auf 12 cm Absätzen und kurzen Röcken. S.e.h.r. kurzen Röcken. Aber eben klein…. s.e.h.r. klein….

Die Toiletten in den teuren Hotels haben eine Bedienungsanleitung und ja – seit Fukushima sollte man Wasser besser nicht aus Pfützen mit abgestandenem Regenwasser trinken. Das strahlt halt.

Der Japaner an sich lebt für die Arbeit. 14 Stunden-Tage im winzigen, mit 12 Leuten auf 20 qm besetzten Büro bei schlechter Lüftung (Fenster lassen sich nicht öffnen) und Wasser aus Plastikflaschen. Erst wenn der Chef geht, darf man auch gehen – und folgt ihm in den Karaoke-Club.

Sie sind irgendwie wie die Ameisen. Oder Roboter. Aber davon gleich 13 Millionen Stück. Und trotzdem – ich mag die Japaner und fand Tokio einfach toll. Bis auf das Tempura-Essen, wo ich mich mit zuviel Salz selbst „abgeschossen“ habe und das Luxusklo mit Brechdurchfall austesten durfte (siehe die „Genussobjekte“ unten).

Und ja, Regenschirmständer mit Zahlenschloss vor den Hotels habe ich auch noch nie vorher gesehen…


Aufnahme: 7. Dezember 2013

23 MB
43 min
96 kbps

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