Wer statt einer lieber einen ausführlichen Wikipedia-Artikel lesen möchte, lese hier.

Letzte Aktualisierung: März 2014

Inhalt

  1. Einführung
  2. Was ist Geocachen?
  3. Wie fing es an?
  4. Minianleitung zum ersten Cache
  5. Wie finde ich ruckzuck Caches in einer bestimmten Gegend?
  6. Was brauche ich zum Geocachen?
  7. Was sollte ein GPS können (und was nicht)?
  8. Naturtücken
  9. Worauf sollte ich achten? Ungeschriebene Cacherregeln
  10. Trading, der Tauschhandel – was gehört nicht in den Cache?
  11. Was ist ein Travelbug?
  12. Kann ich für die Natur oder meine Kinder auch was Gutes tun?
  13. Vorbereitung
  14. Koordinatenprobleme?
  15. Mein scheiss GPÄtz empfängt nur Müll – ich haue das Ding gleich in die Tonne
  16. Kompass: Ich peil‘ da nix….
  17. Projektion: Ich glaub‘ ich steh‘ im Wald und soll nun eine Projektion mit dem GPS machen?!?
  18. Wie lege ich selbst so ein Geocache-Ei?
  19. Was gibt es denn da alles für seltsame Logos und Initiativen?
  20. Was ist… das Fremdwörterbuch für den gemeinen Käscher
  21. Was heißt das, wenn ein Cache archiviert wird?
  22. Umgang mit Muggels
  23. Weitere Quellen

Einführung

Als Anfänger hat man Fragen über Fragen – und braucht dann viel Zeit, um sich erst einmal einen Eindruck bzw. Überblick zu verschaffen. Hierbei sollte diese Seite sehr gut helfen können. AUs meiner Sicht auch sehr für den Anfänger zu empfehlen ist es, sich als Ergänzung auch einige Podcasts über anzuhören:

Meine eigenen, mittlerweile recht bekannten GassiPods sind sehr gut aufgenommen worden und können auf dieser Webseite abgerufen werden:

Ansonsten sind natürlich auch die Dosenfischer für den eher fortgeschrittenen Geocacher als Podcast sehr zu empfehlen.


 

Was ist Geocachen?

Schatzsuche per GPS Der gemeine Geocacher an sich spart sich ein paar Kölsch vom Mund ab und leistet sich neben den Internetzugang auch noch ein GPS-Handgerät. Er will ja schliesslich cachen gehen – d.h. übersetzt laut Leogeheimes Lager„; beim Kölner jedoch einfach „Käsch“. Über kostenlose, einschlägige Seiten und Datenbanken mit Cache-Beschreibungen im Internet sucht der Geocacher sich dann in seinem Wunschgebiet einen schönen „Schatz“ heraus, den irgendein anderer Geocacher sich ausgedacht und versteckt hat – meist in Form einer Tupperdose im Wald oder einer Filmdose mitten in der Stadt („Mikro“). Caches finden sich z.B. im Kölner Dom (Mystery), im stadtrandnahen Wald oder auf den Bergen, Wäldern und Stränden einer Urlaubsinsel wie Mallorca. Meist findet sich sogar in Fußnähe zur eigenen Haustür schon ein Cache.

Wie man das herausfindet, steht übrigens auch hier in der FAQ. Der Geocacher packt dann seine sieben Sachen und zieht los – immer auf den Richtungspfeil und die Entfernungsangabe zum Ziel seines GPS achtend, in welches er die Koordinaten eingegeben hat (siehe Foto rechts: Cachesuche in der Wahner Heide). Das eigentliche Ziel ist aber meist gar nicht der Inhalt (Erläuterung hier) der schnöden Tupperdose oder Munitionskiste an der Endposition (siehe Foto links – die ist übrigens immer gut getarnt, damit Unwissende ,sogenannte „Muggles„, diese nicht versehentlich entdecken).

Vielmehr ist es eine besonders schöne Wanderung oder ein schöner Platz, den der Cache-Owner, der den Schatz gelegt und die Beschreibung ins Internet gestellt hat, zeigen möchte. Oder eben die Rätsel, die man bis dahin lösen musste.

Beispiel: Nie hätte ich sonst entdeckt, dass der höchste Punkt von Köln nur 4,5 km von mir entfernt auf dem Monte Troodelöh liegt (GCHR2F, dies ist übrigens ein eindeutiger Code für diesen Cache): „Der Monte ist mit seinen 118,4 Metern nur mit Sauerstoffgerät und Kölsch zu besteigen. Seine gewagte Erstbesteigung mit Eispickel, Sherpa (für das Pittermännche) und Gipfelkreuzsetzung durch den „Kölner Alpenverein e.V.“ fand am 12.11.1999 statt (siehe Link)“.

Im Idealfall kommt man also per GPS je nach lokalen Empfang bis auf etwa 5-10 Meter Genauigkeit an eine Position heran. Die Positionsangaben in Längen- und Breitengraden sind weltweit eindeutig (!), werden in Grad, Bogenminuten und Sekunden angegeben. Für das Geocachen hat sich allerdings die Darstellung in Grad und Dezimalminuten durchgesetzt – das sieht in etwa so aus:

N 50° 56. 477, E 6° 57. 425

(Gesprochen: „Nord Fünfzig Grad, Sechsundfünfzig Minuten Komma Vierhundertsiebenundsiebzig…“) Wer findet heraus, was bei den Beispiel-Koordinaten (ist?!? Tipp: Einfach in Google Maps oder Google Earth reinkopieren). Streicher beim Suchen

Es ist also eine Art moderne elektronische Schnitzeljagd oder Schatzsuche – sehr oft auch über mehrere Stationen, wo man etwas herausfinden muss, um die nächsten Koordinaten „zusammenzubasteln“ (sogenannter „Multicache). Es ist aber auch ein Outdoor-Sport, der es je nach Schwierigkeitsgrad – die ist bei jeder Cache-Beschreibung angegeben – wirklich in sich haben kann! Sowohl körperlich als auch geistig.

Denn es gibt auch Rätselcaches, die sich einem erst ab einem bestimmten IQ (oder alternativ einer bestimmten Anzahl Kölsch) erschließen. Einer der berühmtesten (deutschen) Rätselcaches dürfte dabei der Enigma #1 sein (GC448A). Ihn kann man erst „heben“ (bzw. man bekommt erst dann die Endkoordinaten heraus), wenn man zehn sehr schwere Fragen und drei kryptische „Schatzkarten“ gelöst hat. Die meisten Caches taugen aber in der Tat für den sonntäglichen Familienausflug.

Ich wüsste keine andere Möglichkeit, pubertierende Computerspiel-Freaks oder Drogen-Kids aus dem Sozialen Brennpunkt so einfach für einen Waldspaziergang zu begeistern! (Übrigens mache ich Geburtstagsgeschenke nur noch mit GPS… ) Weltweit gibt es mittlerweile (Stand März 2014) über 2,2 Millionen Geocaches, in Deutschland um die 300.000!  Also auch vor Deiner Haustür oder im und am Kölner Dom (GC1BAYV).

Wer befüllt den Cache? Du! Jeder, der einen Cache aufsucht und etwas daraus tauschen möchte, sollte auch wieder etwas von gleichem oder höheren Wert reinlegen („fair trade„). Das kann z.B. ein gebrauchter kleiner Taschenrechner oder ein Werbegeschenk sein, für das man selbst keine Verwendung mehr hat. Beispiele dafür findet Ihr auf den Fotos in der Galerie oder weiter unten. Achja, nachdem man das kleine Logbuch im Cache selbst mit einem Eintrag versehen hat (Datum, (Nick-)Name, was man heraus genommen und was man hinein getan hat) kann man dies natürlich zu Hause im Internet auf der Beschreibungsseite auch noch tun. Man frönt damit seiner Statistik, denn es werden die „Founds“ gezählt – als Beispiel hier meine aktuelle Statistik: Profil für Blindschleicher

Tipp: Eine sehr schöne und ausführliche Beschreibung gibt es auch auf geocaching.de und natürlich auch in der Wikipedia. Dort stehen auch die verschiedenen Cache-Arten gut erklärt.


 

Wie fing es an?

Wenn Ihr Euch jetzt fragt, wie das alles angefangen hat… natürlich in den USA, genaugenommen am 3. Mai 2000 – zwei Tage nachdem Bill Clinton bekanntgab, dass die künstliche Ungenauigkeit der zivilen GPS von 100m aufgehoben werde und man nun auf unter 10m Positionen bestimmen könne (Quelle: siehe hier). Tja, und dann schlug ein Mann namens Dave Ulmer in einer Newsgroup für GPS vor, einen Schatz („Stash“) zu verstecken und er beschrieb mit diesem Posting seine Idee. Damit nahm alles – wie von ihm vorausgesehen, seinen Anfang. Sein kurz darauf platzierter Cache wurde übrigens noch am selben Tag gefunden… Auf YouTube gibt es übrigens hier ein kurzes Video von Dave dazu (Info durch die hervorragende Website von g-e-c-k-o, danke!) Eine fantastische Beschreibung mit Fotos der Geocaching-Anfänge (mit deutscher Übersetzung der damaligen Postings!) gibt es übrigens auf der Webseite von zwanziger.de


 

Minianleitung zum ersten Cache

(Alternativ gibt es hier noch eine in Englisch)

  1. GrasfroschpaarInformieren
    Auf mindestens einer der folgenden Datenbanken kostenlos registrieren und einrichten:

    • geocaching.com (englisch, kommerzieller Touch, aber größte Datenbank und eigentlich Pflicht für jeden Geocacher)
    • navicache.com (englisch, hat sich nicht durchgesetzt)
    • opencaching.de (deutsch, aber längst nicht so gut mit Caches befüllt wie das Original))

    Dort kann man seine Heimatkoordinaten eingeben, dann nach Caches in der Nähe suchen und sich automatisch per Email benachrichtigen lassen, wenn es neue Caches in der Nähe gibt.

  2. GPS besorgen Ein gebrauchtes GPS kaufen (z.B. Garmin eTrex oder Magellan Explorist 100. kauftipps gibt es auch auf meiner Link-Seite zum Thema Geocaching). Alternativ kann man seinen PDA (=Personal Digital Assistant = eine Art elektronischer Kalender), falls vorhanden, mit einer so genannten „GPS-Maus“ aufrüsten. Achtung, auf ebay sind die Geräte auch gebraucht noch sehr teuer und beliebt (witzigerweise sind manchmal neue Geräte von privat günstiger zu bekommen als gebrauchte, da viele Leute nur nach gebrauchten Geräten suchen!). Alternativ evtl. über Lokalzeitung („Annonce„) oder in den USA kaufen. Ich selbst cache zur Zeit übrigens mit einem Garmin etrex Vista HCx.
    Aktualisierung: Mittlerweile gibt es auch für Smartphones hervorragende GC-Apps, die im Vergleich zum GPS deutlich günstiger sind und sich v.a. für Anfänger eignen, die in das Hobby „hineinschnuppern“ möchten. Erwähnt seien hier beispielhaft die Groudspeak App für iOS oder c:geo oder Cachebox für Android (beide kostenlos).
  3. Cache aussuchen
    Auf geocaching.com, opencaching.de, navicache.de oder mit dieser schönen interaktiven Karte einen Cache raussuchen, dessen Beschreibung sorgfältig lesen (da gibt es viele Tipps auch in den Logbucheinträgen) und ausdrucken.
  4. Vorbereitung
    Sachen packen und los geht’s… und zwar auf keinen Fall alleine, falls absehbar ist, dass der Weg lang und /oder schwierig wird. Dies gilt auch für Nachtcaches – es senkt die statistische Wahrscheinlichkeit, dass die wildgewordene Bache (siehe Abschnitt Naturtücken) ausgerechnet auf Dich zustürmt… ;O) Auch sollte man andere wissen lassen, wo man gerade hingeht. Auf der Cache-Beschreibung findet Ihr direkt über den Log-Einträgen Links für die Anfahrt, z.B. über Google Maps. Dort können auch GPS-Koordinaten eingegeben werden, falls nötig. In der Regel ist der Cache aber schon im Link eingefügt und wird in der Map eindeutig gekennzeichnet, wenn man sie aufruft. Anmerkung: Bitte nehmt die Warnungen ernst, am Anfang unterschätzt man fast immer die Zeit zum Auffinden eines Caches und nimmt zu wenig Wasser mit. In den Bergen wird dies schnell kritisch, wie ein Log-Eintrag von vom Cacher Mud-Max zeigt.
  5. Suchen 
    GPS gerade vor sich halten und in Richtung des Pfeiles in der Kompassdarstellung gehen. Bei den günstigeren Geräten (ohne magnetischen Kompass) erlauben erst zwei verschiedene Trackingpunkte (also nach etwa 10m Gehens) dann die Richtungsbestimmung. Bleibe auf den Wegen bis kurz vor dem Cache (siehe Entfernungsangabe). Das GPS wird dann allmählich rumspinnen und nette Effekte zeigen wie:

    1. Schlechten Empfang (na, wieviele Satelliten sind’s denn noch??)
    2. Nachlaufen (d.h. es bekommt erst nach 10m mit, dass Ihr stehenglieben seid oder die Richtung geändert habt)
    3. Die Richtung und Entfernung anzeigen mit z.B. … 24m, 19m, 12m, 8m…. dann urplötzlich in die entgegengesetzte Richtung weisen und 37m anzeigen… ;O)))
    4. Schaue an der Zielposition dann nach Verstecken, die Du selbst nutzen würdest. Ganz heiß sind immer Baumwurzeln, Mauernischen, Mulden oder große, flache Steine. Der Cache steckt oft in einer Tupperdose oder olivgrünen Munitionskiste und ist (leider) oft noch zusätzlich in eine Plastiktüte gewickelt.
  6. Blindschleicher und Der Narr bei Buchenkamp@NightGefunden
    Spätestens jetzt umschauen: Sind auch keine „Muggels“ (=neugierige Passanten) in der Nähe? Falls nicht, Plastiktüte ausbreiten, Cache öffnen und Inhalt drauflegen, tauschen, Logbucheintrag machen (Datum, Name oder Alias, was wurde gegen was getauscht).
  7. Täuschen, Tarnen und Verpissen
    Cache wieder gut verpacken, dann tarnen (auch die Spuren, die man hinterließ, verwischen). Dann zurückgehen – dazu evtl. die Waypoints (per Knopfdruck lassen sich in jedem GPS schnell wichtige Kreuzungen auf einer Wanderung speichern, manchmal nennt man das auch „Mann-über-Bord“ – Funktion) benutzen, die man auf dem Hinweg im GPS angelegt hat. (Anmerkung: Übrigens bietet es sich oftmals an, den Startpunkt auch schon als Waypoint zu speichern – das vereinfacht den Rückweg) 
  8. Loggen
    Zu Hause im Internet nochmal die Cache-Beschreibung bei geocaching.com im Browser aufrufen. Wenn man dort mit seinem Account (kostet nichts) eingelogt ist, erscheint oben rechts ein grüner Button mit der Beschriftung „Logge Deinen Besuch„. Dort kann man dem Cache-Leger („Owner“) nochmal durch ein paar ausführliche Zeilen zum Erlebnis danken (sehr wichtig!) oder auch eine Zeile über den Zustand des Caches hinterlassen. (z.B. „Cache ist angefault und stinkt nach Fisch“ ;O))

 

Wie finde ich ruckzuck Caches in einer bestimmten Gegend?

Da gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten, ich beschreibe mal ein paar:

  1. geocaching.com
    Die meistgenutzte Möglichkeit ist sicherlich die Suche direkt in der Datenbank von geocaching.com. (Suche und Anmeldung bzw. Registrierung ist kostenlos!). Nachteile: Hier muss man beachten, dass das System zur Zeit noch keine UND-Verknüpfungen kann, bzw. mehrere Eingaben einfach ignoriert. Auch macht man versehentlich schnell Eingaben in den reinen US-Feldern. Ganz davon zu schweigen, dass man Englisch können sollte. Sucht man Caches an seinen Heimatkoordinaten, sollte man auf geocaching.com unter My Account gehen – dort besteht rechts oben die Möglichkeit „Search for nearest caches from your home coordinates (filter out finds)“. Voraussetzung ist, dass man seine Heimatkoordinaten eingegeben hat (siehe Link darunter: „Update home coordinates„).
    Des weiteren sendet der Server nach Anmeldung regelmäßig jede Woche eine Email mit den neuesten und nächstgelegenen Caches – dann beginnt immer der Run auf FTF’s.      Schließlich kann man noch sogenannte „Pocket Queries“ machen, d.h. man lässt sich vom System z.B. entlang einer geplanten Reiseroute einen „Cache-Extrakt“ aus der Datenbank ziehen und per Email schicken. Dies geht aber leider nur, wenn man Premium-Status hat (Stand 2014: ca. 30 Euro im Jahr).
  2. Google Maps in Verbindung mit geocaching.com
    Eine elegante, wenn auch langsame Möglichkeit, besteht durch die geniale Kopplung von Google Maps und der Datenbank von geocaching.com – dazu solltet Ihr auf letzterem eingelogt sein. Wählt einen beliebigen Cache, z.B. „Mittelpunkt Deutschlands„, gebt oben im Adressfeld Eurer Wunschgebiet ein, z.B. „trankgasse, köln, germany“ oder auch nur „trankgasse, köln“ und wartet (tip tip tip…). Zoomt und verschiebt Euch den gewünschten Ausschnitt dann zurecht und wählt über der Karte „Link to this page„. Diesen Link dann als Lesezeichen speichern und fertig. Nun könnt Ihr immer relativ schnell auf der Karte nachschauen, wenn Ihr spontan einen Cache machen wollt! Ich nutze das immer.
    Anmerkung: Es können alternativ auch oben im URL-Feld („http://….“) direkt die Koordinaten eingegeben werden, die Ihr möglicherweise vorher mit dem Koordinaten-Umrechner in Dezimalform umwandeln müsst.
  3. opencaching.de
    Englisch-Hasser und wahre Patrioten (Waldmeister der Herzen) vergnügen sich doch lieber mit der wesentlich intelligenteren Suchfunktion auf opencaching.de. So sollte es sein! Allerdings befinden sich in dieser deutschen Datenbank nicht alle Caches, d.h. sie ist nicht so umfangreich wie geocaching.com.
  4. (Weitere) interaktive Karten
    Die deutsche Seite geocaching.de bemüht sich in einem Projekt um die Fertigstellung einer interaktiven Karte für Deutschland. Eine sehr ähnliche, gut funktionierende Karte mit Zoomfunktion gibt es dafür schon hier. Beide zeigen (glaube ich) jedoch nicht wirklich alle Caches an..
  5. Nightcaches
    Hier gibt es etwas ganz Feines: Man kann sich für sein Bundesland alles Nightcaches als XML-Datei für Google-Earth runterladen, diese dann von .xml nach .kml umbenennen (cooler Trick, was? ) und sich dann die Caches dort anzeigen lassen. Draufklicken fördert die Beschreibung zu Tage (für Nachtcaches ein durchaus sinniger Begriff). Alles in Allem: Cool Stuff !!!

 

Was brauche ich zum Geocachen?

Ich selbst habe mir mittlerweile – wie wohl viele andere Käscher auch – für den Käsch eine Täsch zugelegt. Also einen alten Rucksack mit meiner Käsching-Grundausrüstung ausgestattet (also so ziemlich allem, was hier Erwähnung findet… ;O) )

Muss:

  • GPS + Ersatzakkus (Empfehlung: >2000mAh)
  • Ausdruck Cachebeschreibung (oder auf PDA – mit vollen Akkus…)
  • Cache-Austauschobjekt(e)
  • Wasserabweisende Kleidung mit Kapuze (oder Regenschirm), möglichst an den Hosenbünden geschlossen
  • Feste Schuhe
  • Handy (für Notfälle jeder Art, auch beim Cachesuchen… ;O) )
  • Verpflegung – auf jeden Fall Trinkwasser mitführen! Nicht aus Bächen oder stehenden Gewässern trinken, es könnte z.B. Düngemittel, Öl, oder Insektenvernichtungsmittel vom nächstgelegenen, sorglosen oder boshaften Bauerntrottel hineingespült worden sein. Siehe z.B. Lokalpresse Friedrichshafen am Bodensee

Sollte:

  • Kompass
  • Digicam
  • Kartenmaterial
  • Größere Tüte oder Folie, um den Inhalt eines Caches besser begutachten zu können

Kann:

  • Handschuhe oder kleine Schippe (zum Stöbern im Laub oder auch in Lost Places)
  • Kleines Erste-Hilfe Pack
  • Zeckenzange (Zecken SOFORT rausziehen ,wenn man sie entdeckt hat)
  • Gute Stirnlampe mit Ersatzakkus
  • Akkustrahler (Nightcaching, zum Aufinden der Reflektoren)
  • Standard- Walkie-Talkies (PMR) (z.B. bei MediaMarkt für 25 Euro). Der weltweit empfohlene Kanal für’s Cachen ist Kanal 2. Ist praktisch bei komplexeren Multicaches im Team.
  • Messer
  • Feuerzeug (wenn der Käsch nach vielen Strapazen nur ein Micro ist oder Müll enthält, einfach abfackeln… )

 

Was sollte ein GPS können (und was nicht)

Ein GPS sollte im Wesentlichen die folgenden Dinge beherrschen:

  • Einfache Koordinateneingabe
  • Guter Empfang (mind. SIRF-III Chipsatz)
  • Robust und wasserdicht sein (standard!)
  • Normale Akkus nutzen (Mignon / AA, zwei Satz mit 2500mAh bieten sich an) und möglichst lange Laufzeit haben (Negativbeispiel: Colorado)
  • Eine halbwegs vernünftige Bedienung haben (insbes. für Wegpunktangabe)

Gut ist, wenn es zusätzlich Folgendes kann:

  • Projektion bzw. Zielsuche nach Eingabe von Grad und Entfernung
  • Firmwareupdates
  • Anschlussmöglichkeit an den PC, um z.B. eine gemachte Route auszulesen oder Wegpunkte abzuspeichern

Jetzt kommt meine sicherlich sehr subjektive Meinung: Ihr braucht keine Kartendarstellung für das Geocaching. Aber Ihr wollt es nicht mehr missen, wenn Ihr es einmal bei einem anderen Cacher gesehen habt oder auf der falschen Seite eine Flusses unterwegs ward. Heute gibt es kaum noch GPS ohne Kartendarstellung. Es gibt teure, zu kaufenden Vektorkarten (Topo v04 z.B., ca. 160 Euro), aber meist werden die kostenlosen Open Street Map (OSM) Karten genutzt, die jeder aus dem Internet laden kann.


 

Naturtücken

In Mitteleuropa gibt es noch die ein oder andere Giftschlange, hin und wieder einen Wolf oder vielleicht sogar mal einen Bären. Statistisch wahrscheinlicher ist aber dass Ihr – während Ihr danach Ausschau haltet, von einem Auto überfahren werdet. ;O)

Was aber erwähnt werden sollte ist (in selbstgeschätzter Reihenfolge der Auftrittswahrscheinlichkeit):

Zecken:

Sie kommen meist auf Gräsern oder Farnen, aber auch im Gebüsch und Unterholz vor – dafür aber leider fast in allen Wäldern. Im Winter bleibt man i.d.R. von ihnen verschont, unser Hund hat sich aber schon mal an einem verregneten Januartag bei etwa 12 Grad eine eingefangen. Als Wirtstiere können Zecken u.U. zwei unangenehme Krankheiten übertragen, die kaum heilbar sind. Gegen die seltener vorkommende, durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung (FSME) kann man sich impfen (meiner Ansicht nach nur in den entsprechenden, gefährdeten Gebieten wie z.B. Bayern erforderlich).

Gegen das Borreliosebakterium nicht. Dieses kann aber bei rechtzeitigem Erkennen durch Antibiotika behandelt werden Einen Zeckenstich bemerkt man i.d.R. schon am nächsten Tag, weil er höllisch juckt und darin etwas Dunkles hockt (zur Not mit einer Lupe identifizieren!).

  • Wie entfernt man Zecken am besten? Keinesfalls durch Öl, Kleber o.ä. ersticken, weil die Viecher dabei ihren Darminhalt in Euch entleeren (*würg*).
    Erste Regel: So schnell wie möglich RAUS DAMIT, auch wenn – in Ermangelung eines richtigen „Werkzeugs“ – der Kopf noch drin stecken bleiben sollte. Zecken beißen übrigens nicht, sondern stechen! Ein Zeckenrest kann man später mit Nadel, Lupe, Licht und Desinfektionsmittel herauspulen.
  • Wichtig zu wissen ist, dass die Borrelien im Darm der Zecke sitzen und erst nach einigen Stunden in Euer Blut kommen. Je schneller die Zecke raus ist, desto unwahrscheinlicher wird dies!
  • Bei Hunden sind die Zecken oftmals schon größer und werden am besten drehend mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte entfernt. Der Mensch entdeckt sie aber meist, wenn sie noch recht klein sind – und da gibt es das Problem, dass man sie schlecht damit fassen lassen. Es passiert das Gleiche, wie wenn man die Zecke zu fest packt: Man quetscht den Körper und das Vieh kotzt sich in Eure Blutbahn aus!
    Meine Emfpfehlung: Die Zecke mit einer kleinen Pinzette nicht zu fest packen und vorsichtig abziehen. Wunde etwa ausdrücken und desinfizieren. Zecke abfackeln und in den Müll (nicht einfach so ins Klo schmeißen – oder wollt Ihr die Bakterienbomben im Trinkwasser haben?)
  • Wenn sich innerhalb von Tagen oder Wochen eine sich ausbreitende (evtl. ringförmige) Hautrötung oder Fieber auftritt, UNBEDINGT zum Arzt für eine Antibiotika-Behandlung. Verpasst man dies und es handelt sich tatsächlich um Borreliose, kann man diese Erkrankung nicht mehr behandeln – sie ist dann möglicherweise „verschleppt“ und man hat im ungünstigsten Fall einige Jahre später unangenehme Einschränkungen wie Nervenstörungen und Gelenkschmerzen dauerhaft zu ertragen.
  • Übrigens sagte mir meine Hausärztin, dass für NRW statistisch nur jede 100. Zecke Borrelien in sich trägt und meist viel zu schnell prophilaktisch Antibiotika verabreicht werden. Ich verstehe das mal so: Bei jedem Zeckenstich (in NRW) beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zecke infiziert ist, nur 1 zu 100.
  • Eine genauere, unbedingt lesenwerte Beschreibung zu dem Thema findet sich hier.
  • Solarisiertes ZeckchenToms Tipps für’s Cachen: VORBEUGEN!
    • Auf den Wegen bleiben, Farne und Gräser umgehen. Erst wenn der Richtungpfeil senkrecht vom Weg wegzeigt, rein ins Unterholz – vorher aber schauen, ob es nicht doch etwas abseits einen Pfad gibt! Schlaue Cacheowner legen i.d.R. keine Station ins Schlaraffenland der Zecken.
    • Lange Hose! Gut geeignet sind meiner Ansicht nach die beliebten Outdoorhosen aus Polyamid. An dem glatten, nylon-ähnlichen Stoff können sich die Viecher nicht so gut festhalten und man kann sie leichter abstreifen bzw. wegflitschen.
    • SOFORT nach dem Durchqueren von langem Gras oder Farnen die Beine kontrollieren!!!! Das ist das absolut effektivste Mittel gegen Zecken!
    • Wer Mittelchen wie Autan etc. verträgt, sollte sich damit vorher einreiben, besonders an den heißen Tagen, wenn die Viecher extrem aktiv sind.

Bitte beachten: Diesen Text habe ich als Laie aus eigener Erfahrung heraus geschrieben; ich wohne am Wald und habe einen Hund, von dem ich übrigens auch die 12mm grossen „Klicker“ rechts entfernt habe). Die Informationen sind fachlich deshalb vielleicht nicht völlig korrekt. Deshalb: Professionelle Infos gibt es z.B. hier und hier. Siehe auch „Prophylaxe von Zeckenstichen“ und „Irrtümer über Zecken„.

Wer es bislang noch nicht bemerkt hat: Es gibt einen GassiPod über Zecken!

Weitere Naturtücken:

  • Potentielle Energie eines Felsbrockens traf CacherknieVerletzungen: Mir ist selbst schon – als ich einen kleinen Bach überqueren und mich dabei mit den Fingerspitzen an den Steinen eines gemauerten Tunnels festhalten wollte – ein ca. 20 kg schwerer Stein auf’s Cacherknie gefallen. Es verdarb etwas die Laune (siehe Bild – blau und gelb wurde es erst am nächsten Tag). Der Tipp lautet also: Tragt feste Schuhe, passt auf wo Ihr Deppen hinlatscht und traut nicht jedem Halt – es könnte ein Hinterhalt sein… ;O)
  • Um den Fuchsbandwurm wird viel unnötige Panik verbreitet, weil das Virus unheilbar und krebsartig ist. Verbreitet sich durch Kot (findet sich häufig an großen Steinen oder Wruzeln – also beliebten Cache-Lokationen) oder ausgetrockneten Kadavern von Füchsen. Ob man nun wirklich keine ungekochten Brom- oder Blaubeeren mehr verzehren darf, wird von Experten sehr stark angezweifelt. Statistisch kommen z.B. in Österreich gerade mal etwa eine Handvoll Neuerkrankungsfälle pro Jahr vor. Passt also lieber auf Autos auf… Trotzdem noch ein Tipp: Wenn Ihr einen Cache auf dem Boden sucht, nehmt Handschuhe oder etwas zum Stochern mit. Nicht mit „Erdhänden“ die Stulle reinwürgen… Mehr Infos wie immer in der Wikipedia.
  • BachenalarmIm Frühjahr sollte man bei Dämmerung nicht zu nah an waldnahe Freiflächen kommen, denn dort sind häufig Wildschweine unterwegs. Ein Hinweis darauf sind Erdauswürfe in der Nähe, wo sie ihr Nachtlager aufschlagen (oder besser ausbuddeln) oder z.B. nach Engerlingen suchen. Laut Auskunft eines befreundeteten Jägers greift eine Bache etwa ab 20m an, seid also besser nicht zu verzückt von den süßen Ferkeln… Infos bei Wikipedia.
  • Muss ich wirklich noch was zum Thema Wetter schreiben? Vielleicht noch diese Erfahrung: Durch Wahl eines ungünstigen Cacheparkplatzes latschten wir mit Kindern (2 und 4) ca. 6 km – nur damit tatsächlich an der maximal weit entfernten Stelle der bescheuerte Tigerentenbuggy des Kleinen ob des Wald-Crossgeländes in seine Einzelteile zerbarst. Sowas kann bei miesem Wetter und falscher Kleidung (ja genau, hier lauert der Tipp!) schnell zum Riesenproblem werden.
  • Und schließlich die Gefahr aller Gefahren: Der gemeine Geomuggel

 

Worauf sollte ich achten? – Ungeschriebene Cacherregeln

Blindschleicher mit Nichte Nele beim Heben vom Antrag

  • Gute Vorbereitung. Klingt ganz schön platt, nicht wahr? Aber wenn man bei einem Nightcache plötzlich herausfinden muss, wie man bei seinem GPS eine Position per Projektion finden muss, ist das doof.
  • So weit es geht, die Wege nicht verlassen. Dies geht bei 99% aller Caches zumindest bis zu den letzten 50 Metern! Bleibt solange darauf, bis der Richtungspfeil orthogonal (quer) zur Marschrichtung liegt und schlagt Euch dann in die Büsche. Nur der wahre Depp folgt blindlings seinem GPS-Pfeil. Insbesondere Vorsicht bei Landschafts- / Naturschutzgebieten, dort ist es in der Regel sogar verboten, die Wege zu verlassen. Privates Gelände (Kuhweide etc.) kann ebenso Schwierigkeiten bereiten. Hier ist der Cache-Owner auch in der Verantwortung bzgl. Legen und Beschreiben des Caches.
  • Tauschgegenstände mitnehmen und möglichst nur Gegenstände von vergleichbarem oder höheren Wert tauschen. Überraschungs-Ei-Müll ist leider nach einiger Zeit vorrangig in jedem Cache anzufinden – was dem Grundsatz des Fair Trade widerspricht.. Meiner Ansicht nach schadet allerdings es nicht, wenn man diese kleinen bunten Dinger sozusagen „nebenher“ (alsonicht als eigentliches Tauschobjekt) mitlaufen läßt – Kinder lieben das. Wenn’s nur noch Müll in jedem Cache gibt, ist das Hobby nur noch halb so schön.
  • Im späteren Internet-Log nicht zuviel verraten über Position etc. – die Suche ist das Ziel. Auch darauf achten, dass die Fotos nichts über die direkte Cache-Umgebung verraten (das habe ich selbst anfangs auch noch nicht genug beachtet).

 

Trading, der Tauschhandel – was gehört nicht in den Cache?

Bitte achtet immer auf einen fairen Tausch. Für fast alles Cacher ist zwar der Weg das Ziel, aber zu oft sieht man Ü-Ei Schrott, vergammelte Spasskerzen, Zündkerzen (s. Bild) oder nicht mehr funktionierende Dinge. Dafür gibt es den Mülleimer. Andernfalls verleidet es Nachfolgern den Spass und es nimmtallgemein die Bereitschaft ab, Dinge, welche die Suche lohnen, zu hinterlassen. Es ist dann schlicht ein wenig frustrierend, insbesondere wenn man einige Anstrengungen unternommen hat, den Cache zu heben. Ein guter Cache enthält sowohl Dinge für Kinder, als auch das ein oder andere nette „Gadget“ für die Älteren. In einem Cache sollte man folgende Dinge niemals reintun:

  • Alles, was Kinder nicht bekommen sollten (z.B. Feuerwerk, Feuerzeuge, jugendgefährdendes Material, Messer, etc.)
  • Verderbliches (Hunde graben den Cache aus!)
  • Kerzen und anderer Kram, der zerbröselt und/oder stinkt
  • Nichts, was feucht ist

Beispiele für Dinge, die sich eignen (Motto: Für jeden was dabei). Diese können ruhig gebraucht sein oder nicht mehr benötigt werden:

  • Werbegeschenke wie: Taschenrechner, Metallkuli, Stoppuhr, Armbanduhr, Wecker, Kompass, Massbänder etc.
  • DVD’s, CD’s (keine Raubkopien!), Computerspiele (soweit jugendfrei)
  • Strassenmalkreide
  • Kleinigkeiten aus dem Baumarkt, wie Handsäge, Karabinerhaken,…
  • Kühlschrankmagnete
  • Stofftiere (nicht geeignet bei feuchten Caches)
  • Koffergurt, Kofferschloss
  • Schlüsselanhänger
  • Spielzeugautos (nicht zu sehr Schrott, bitte)
  • Modeschmuck
  • Flummis, Golfbälle
  • USB-Kabel (hat man oft in Massen über)
  • Action-Figuren
  • Taschenwärmer
  • Handytaschen
  • Sonnenbrillen
  • Keramikfrösche etc.
  • … Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt… (ich habe zum Beispiel oft Petlinge dabei, die ich vorher mit Murmeln fülle)

Achtung: Bevor man zu Hause einen Gegenstand zum Tausch mitnimmt, ist es evtl. sinnvoll in der Beschreibung nachzuschauen, ob dieser auch in den avisierten Cache passt – jeder Cache ist klassifiziert (Micro, Regular, Large).


 

Was ist ein Travelbug?

TB de Rode Kader lernt neue Pets kennen Wer kennt ihn nicht, den reisenden Gartenzwerg aus dem Film „Die wunderbare Welt der Amelie„? Travelbugs (TB’s ) sind Gegenstände, die mit einer Marke versehen werden und rund um die Welt von Cache zu Cache reisen – durch die Geocacher transportiert. Jeder TB hat eine eigene „Hundemarke“ mit Nummer, anhand derer der Finder im Internet nachschauen kann, was es mit dem Teil auf sich hat. Der Besitzer kann durch Verändern der Seite den TB regelrecht steuern („dieser TB möchte nun gerne in die USA„). Automatisch werden dabei über die Koordinaten die Reise und die zurückgelegten Meilen berechnet und angezeigt. Jeder TB hat so seine Wünsche, so will z.B. De Rode Kader mit den Haustieren der Besitzer fotografiert werden. Deshalb habe ich ihn in meinem Aquarium versenkt, bevor ich ihn in einem Travelbug Hotel (Cache in der direkten Nähe eines Flughafens) zur Weiterreise in ferne Länder platziert habe. Geocoins (Münzen mit ID-Nr., in limitierter Auflage) sind übrigens so ziemlich das Gleiche, gelten allerdings teils als sehr begehrt. Der erste Geocoin wurde von Moun10Bike gemacht und platziert. Ansonsten sind die verschiedenen Cachetypen hier auf Wikipedia sehr gut erklärt, auch die Travelbugs.


 

Kann ich für die Natur oder meine Kinder auch was Gutes tun?

Na aber klar! Es gibt die Initiative Cache-In-Trash-Out (CITO) Dabei nimmt man eine Plastiktüte und evtl. Handschuhe mit, um auf dem Weg zum und vom Cache Müll einzusammeln, der am Wegesrand liegt und diesen mitnimmt!


 

Vorbereitung

Immer wieder habe ich festgestellt, dass ich in Hektik zu Hause gepackt habe und los gefahren bin – dabei aber zur „Vorbereitung“ gerade mal den Ausdruck der Cachebeschreibung mitgenommen habe (oder die Dateikopie auf dem PDA). Vor Ort verliert man dann unglaublich viel Zeit und strapaziert die Geduld der Mitcachenden durch:

  • Nervige, falsche Anfahrt zum Cache inkl. dem richtigen Parkplatz Lösung –> Adresse des Parkplatzes aus der Cachebeschreibung ermitteln, dazu unter der Beschreibung (aber oberhalb der Logs) in der Sektion „For online maps…“ auf den Link „Geocaching.com Maps“ klicken. Die Adresse dann ins Autonavi eingeben.
  • Bei mehreren Caches, die über Google Maps die Fahrtroute festlegen, evtl. auch einmal die kostenlose Anwendung Google Earth benutzen und sich seinen Cache von oben anschauen (im Eingabefeld werden neben Adressen auch jede Art von Koordinaten akzeptiert!)
  • Die Waypoints der einzelnen Caches inkl. Parkplätze schon vorher im GPS speichern
  • Nützliches Wissen für unterwegs mitführen – ich musste schon die unterschiedlichsten Rätseln im Wald lösen (am besten ausdrucken):

 

Koordinatenprobleme? Anfahrt zum Cache?

Oftmals startet ein Cache nur mit der Angabe von Längen und Breitengrad, nicht mit einer Parkplatzadresse, die man im Autonavi eingeben könnte. Die Position lässt sich trotzdem z.B. auf Google Maps herausfinden, indem man sie einfach von der Cachebeschreibung in das Suchfenster hineinkopiert und wartet, bis in der Karte der grüne Pfeil erscheint (das kann manchmal schon etwas dauern). Klickt man dann auf die Satelitenansicht, kann man schnell erkennen, wo man parken kann. Von den drei grundlegenden Formaten für die Koordinatendarstellung D=Degree (Grad), M=Minute, S=Sekunde

NameFormatBeispiel
DegDD° MM.MMMM’N 50° 56.477′
DecDD.DDDD°N 50.941283°
DMSDD° MM’ SS”N 50° 56′ 29″

wird für das Geocaching i.d.R. das Format „Deg“ benutzt. Man kommt z.B. von Deg zu Dec, indem man die Minuten durch 60 teilt und zur Gradangabe addiert: 56.477 : 60 = 0,941283 Auf den Seiten der Cache-Test-Dummies noch einen sehr guten Koordinaten-Umrechner inkl. ausführlicher Erklärung und Formeln. Wenn Ihr Koordinaten unterwegs per PDA umrechnen müsst, oder eine Projektion durchführen wollt, könnt Ihr das Excel-Tool von Woffi verwenden, welches ich der besseren Bedienbarkeit wegen modifiziert habe (download).


 

Mein doofes GPÄtz empfängt nur Müll – ich haue das Ding gleich in die Tonne

Tja… das geht jedem des öfteren so, hier mal ein paar Gründe und Tipps:

  • Ältere Geräte haben i.d.R. keinen sooo tollen Empfang, reichen aber meist trotzdem aus. Sie müssen vorm cachen 5 – 15 Minuten unter freien Himmel liegen, um genügend Satelliten zu empfangen, dann kann es losgehen. Moderne Geräte nutzen neuere Chipsätze und schaffen es, in wenigen Sekunden, teils sogar im Gebäude brauchbaren Empfang zu bekommen.
  • Schlechter Empfang kommt einfach vor – z.B. bei bedecktem Himmel im dichten Wald. Zweimal hatte ich auch einen netten Effekt (d.h. null Empfang) in direkter Nähe einer Autobahn-Schallschutzmauer, die in Ost-West-Richtung verläuft: Die meisten Satelliten befinden sich auf einer geostationären Bahn nahe dem Äquator und werden dann schnell „abgeschattet“ – zumindest, wenn man sich nördlich davon befindet. Da zeigte mein GPS ein Cachegebiet von ca. 2000 m2 im Brombeergestrüpp an (Ächz!). Ein anderes Mal wies mein damaliges Garmin eTrex auf einen falschen und katastrophalerweise auch noch schier unerreichbaren Baum: Zur Wahl stand ein mannshohes, ca. 20m langes Brombeergestrüpp oder ein See, um an den Baum zu gelangen. Der Cache lag recht einfach zu erreichen ca. 20m davor – aber das GPS zeigte etwas anderes… Da half schließlich der Bruder am Telefon, der die Koordinaten auf Google Earth eingab und kontrollierte, wo dort die Stelle lag)
  • WICHTIG: GPS-Geräte müssen bei Neukauf oder bei Reisen über 100km neu initialisiert werden (siehe zugehöriges Gerätehandbuch unter Einstellungen), da sie sich i.d.R. die letzten Satelliten, die sie erreicht haben, im sogenannten Almanach merken. Das dauert 15-30 Minuten und ist wichtig, damit das Gerät weiß, wo es sich auf der Erde befindet. Beim nächsten Einschalten findet es die Satelliten dann schneller. (Siehe auch GPS-Infos)

 

Kompass: Ich peil‘ da nix…

Bei einigen Caches muss man neben dem GPS auch noch einen Kompass mitführen, d.h. der Cache-Leger („Owner“) verlangt von Euch an einer Stelle in der Beschreibung, mit dem Kompass ein entferntes (je weiter entfernt, desto geringer das Fehlerrisiko!) Objekt anzupeilen, die ermittelte Gradzahl auf 10er zu runden und irgendwie für die Folgekoordinaten zu verwenden. Wie das geht? Fast jeder Kompass verfügt neben der Kompassnadel über eine Peilvorrichtung („Kimme und Korn“), einen Drehring mit 64° oder 360° Einteilung und einem Spiegel. Wie peilt man nun? Ganz einfach:

  1. Kompass vor’s Auge halten und über Kimme und Korn (siehe Bild 2) das entfernte Objekt anpeilen.
  2. Den Spiegel so herunterklappen, dass man die Kompassnadel sehen kann.
  3. Vielleicht ein wenig ans Gehäuse tippen, falls die Nadel ein wenig hakt und sie sich exakt auf Norden ausrichten kann.
  4. Den Drehring solange drehen, bis Norden und die Nadel kongruent (d.h. Übereinstimmend) sind. Dabei den Spiegel zu Hilfe nehmen. Evtl. Paralaxe (Verschiebung durch schräges Gucken) beachten und kontrollieren (Kompass langsam gerade herunternehmen und exakt von oben draufgucken.
  5. An der Markierung unter dem Korn (d.h. am Spiegel) die Gradzahl ablesen.

Achtung, bei allen Cachebeschreibungen die ich kenne, geht der Cache-Owner stillschweigend davon aus, dass Ihr einen Kompass mit 360° Einteilung habt! Ich selbst habe aber einen mit einer 64° Einteilung, d.h. ich muss die Gradzahl noch umrechnen: 1 Strich auf der 64°-Skala entspricht dann 5,625° auf der 360°-Skala (360:64=5,625). Ihr müsst bei so einem Kompass die ermittelte Grad- bzw. Strichzahl dann also noch mit 5,625 multiplizieren. Beispiel: 48° auf einem 64er entsprechend 270° auf einem 360er Kompass. Zum Schluss natürlich noch der Hinweis, dass eigentlich akke GPS-geräte auch eine sogenannte „Kursanzeige“ haben, zumindest bei eingebautem elektronischen Kompass geht das damit auch ganz gut. Das erklärt auch die kleine dreieckige Markierung oberhal des Displays: Es ist die Peilmarke…


 

Projektion: Ich glaub‘ ich steh‘ im Wald und soll nun eine Projektion mit dem GPS machen?!?

Bei Eurem GPS gibt es sicherlich ein Menü, wo Ihr Wegpunkte eingeben und „Gehe zu“ wählen könnt. Dort muss sich auch ein Punkt „Projektion“ befinden, wo man eine Gradzahl und eine Entfernung eingeben kann (siehe Bild). Dies ist nichts weiter als eine alternative Ortbestimmung zu den sonst verwendeten Nord-Ost-Koordinatenangaben. Man sollte das einmal zum Hause üben, sonst steht man z.B. bei einem Cache wie Buchenkamp@Night plötzlich nachts mitten in Wald (und Regen) und fummelt verzweifelt am GPS rum, während die Freundin überlegt, dass ein Frauenabend besser gewesen wäre. Achtung: Viele Geräte erlauben nur Entfernungseingaben in 0.1 km Schritten (also 100m). Da muss man dann kreativ sein und abschätzen. Außerdem können einige Geräte überhaupt keine Projektion (z.B. ALAN Map 500). Hier helfen dann kleine Software-Tools auf einem mitgebrachten PDA weiter, z.B. die von Vater und Sohn. Wenn das Gerät gar keine Projektionsmöglichkeit hat, lässt man es einfach in der Zielführung auf dem letzten Punkt stehen. Dann einfach 180° von der Projektionsgradzahl abziehen; bei negativen Ergebnissen zieht man diese von 360° ab: So ergibt z.B. eine gewünschte Prjektionszahl von 30° in der Rechnung einfach 360°+30°-180° = 210°. Nun läuft man in der Zielführung einfach so, dass die Rückseite vom Richtungspfeil auf diese Gradzahl zeigt – soweit, bis die Entfernung mit der Projektionsentfernung übereinstimmt.  Auch hier wieder nicht unbedingt querfeldein laufen.


 

Wie lege ich als Anfänger selbst so ein Geocache-Ei?

Vorweggeschickt: Dank der deutschen Approver gibt es nun auch eine Übersetzung der offiziellen Richtlinien. Diese solltet Ihr Euch als allererstes durchlesen. Ein guter Rat: Macht es für den Anfang nicht so kompliziert und versucht Euch nicht gleich mit dem ersten Cache als geistige Überflieger zu profilieren – ein einfacher Tradi reicht schon, um viel Erfahrung zu sammeln. Zunächst denkt Euch mal einen Schwerpunkt aus: Wollt Ihr

  • einen kurzen Feierabend-Cache machen, etwas kinderwagentaugliches für die Familie bereiten oder einen schönen Ort zeigen? –> … dann macht einen „Traditional“, d.h. für den Suchenden: hinfahren, kurz gehen, Dose heben und gut is.
  • einen schönen Weg zeigen oder die Hirnwindungen des Suchenden fordern und fördern? –> …dann macht einen Multistage-Cache über mehrere zu erwandernde Stationen. Legt diese dabei wegen der Koordinatenermittlung am besten rückwärts aus.

Generell sollte Ihr das Ganze von einem befreundeten (und erfahrenen!) Geocacher ausgiebig testen lassen , am besten auch ohne dass Ihr selbst mitgeht! Das ist dann der sogenannte „Betatest“. Caches dürfen u.a. nicht

  • ohne schriftliche Erlaubnis auf Privatgelände oder in Natruschutzgebieten liegen,
  • vergraben sein,
  • nur über Eintrittsgeld zu erreichen sein,
  • für Minderjährige ungeeignet sein, bzw. die Rechte irgendwelche Personen(gruppen verletzen,
  • auf Spielplätzen liegen (was sollen die Eltern von Euch denken??,
  • in der Nähe von Bahngleisen liegen (46m Mindestabstand, soweit ich mich richtg entsinne).

Die Details lest Ihr bitte nochmal in den o.a. Richtlinien nach. Bei der Planung vermeidet bitte blödsinnige Zählerei von irgendwelchen Zaunpfosten o.ä. – da hat mittlerweile keiner mehr Nerv drauf. Macht es andererseits aber auch nicht zu kompliziert, denn Ihr wollt ja auch zahlreiche Logs haben.

Ganz wichtig: Überlegt gut, wie sich das Gelände um die zu suchenden Stationen im Jahresverlauf ändert! Ein im Winter ausgelegter Cache, der im Sommer im Brennnesselmeer oder Brombeerenverhau verschwindet, wird im besten Falle freudlose Logs nach sich ziehen.

Meine persönliche Bitte: Vermeidet, so gut es geht, dass die Suchenden mit Gestrüpp (z.B. Farne und hohe Gräser) in Berührung kommen – zur Zeit ist etwa jede 100. Zecke mit der (wenn nicht rechtzeitig mit Antibiotika behandelt) unheilbaren Borreliose infiziert und trägt dies weiter, wenn sie nicht innerhalb von wenigen Stunden entfernt wird!

Legt Ihr einen Cache, der nicht in Eurer Wohnortnähe ist, müsst Ihr auch zum Approval einen lokalen Cacher oder müsst die Email-Adresse von jemanden angeben, der den Cache kurzfristig warten könnte („Cache Maintenance“), falls notwendig.

Exakte Positionsbestimmung

Wichtig ist außerdem eine exakte Positionsbestimmung. Hat man ein modernes GPS (z.B. mit SIRFstar-3 Chipsatz), ist dies relativ unproblematisch – man speichert einen Wegpunkt, wählt im zugehörigen Menü die Funktion „AVG“ (Average – Mittelwert) oder „Geocache legen“ und lässt das Gerät etwa 100 Einzelmessungen lang laufen (dauert etwa 90 Sekunden).

Bei älteren oder einfacheren Geräten schlage ich vor, den Messort mit der von mir ersonnenen „Radioaktivmethode“ zu bestimmen 🙂  : Dazu macht man am Ort selbst die erste Messung und speichert diese im Gerät, sodann entfernt man sich etwa 20m, und geht dann im Kreisbogen ca. 15m nach links oder rechts und dann zurück zum Messpunkt (damit stellt Ihr sicher, dass Euer GPS nicht „schläft“). Dort verharrt man ein paar Sekunden, bis das GPS nicht mehr nachläuft und notiert den Wert. Dies wiederholt man dann einige Male und nähert sich immer aus verschiedenen Richtungen an. Hilfreich ist es vielleicht, wenn man dazu das „Radioaktiv-Zeichen“ im Hinterkopf behält (s. Bild). Zum Schluss mittelt man dann über alle Werte.

Ihr werdet Euch wundern, wie die Positionsbestimmung schwanken kann, je nachdem aus welcher Richtung man kommt!

Hier findet Ihr übrigens noch Tools, um die Suchenden mit  Projektionen oder Koordinaten  etc. zu quälen 🙂

Thema Dose

Die kleine Cachegröße „Mikro“ (Filmdosen u.ä.) eignet sich eigentlich nur, um auf einen besonderen Ort hinzuweisen (schön, kulturhistorisch oder geografisch bedeutsam, etc.), z.B. in einer Innenstadt. Auch sind sie sehr gut für Zwischenstationen. Für Tauschobjekte (Kinder lieben das!!) empfiehlt sich jedoch etwas Größeres: Ein schwedischer Möbeldiscounter und Lebensphilosoph bietet z.B. sehr günstige (Salat–) Frischhaltedosen in zwei verschiedenen Größen an (siehe Foto rechts) – beide schon überdurchschnittlich groß. Diese haben auch eine umlaufende Gummidichtung, sollten aufgrund ihrer weißen Farbe aber evtl. noch mit „Tarnanstrich“ versehen werden. Manche ersteigern sich auch gerne Munitionskisten auf ebay, da diese schon so schön grün getarnt sind. Ich möchte dies aber nicht empfehlen, da unbedarfte Finder bzw. Muggles ob des Anblicks schnell nervös werden – letztlich will man seine Kids an sowas ja auch nicht gleich gewöhnen. „Profis“ greifen gerne auch zu den wesentlich teureren (ca. 6-16 €, je Größe von 1 – 12 Litern) Dosen von dem Anbieter Lock&Lock. Das ist so ziemlich das Beste, was man bieten kann. Feuchtigkeit kann da allerdings nicht mehr entweichen (Regenlogger aufgepasst!), deswegen legt der umsichtige Cacheleger sogar noch ein Säckchen Silicagel rein (wasseranziehende Kügelchen; findet Ihr z.B. immer in der Verpackung von neuen, elektronischen Geräten) und hofft, dass das niemand für ein Tauschobjekt hält. Kein Witz, es werden oft auch die für’s Loggen vorgesehenen Bleistifte mitgenommen, die es übrigens auch beim erwähnten Möbeldiscounter gibt – als hätte er’s erfunden (das Geocaching)).

Zum Schluss noch ein weiterer Tipp: Angegammelte Plastiktüten um Tupperdosen will auch niemand mehr sehen bzw. anfassen müssen… vielleicht lässt sich die Dose ja sogar in einen selbstgebauten Kasten verstauen? Ich habe z.B. in nur einer halben Stunde aus Reststücken von Eichenparkett eine Bodenaufnahme mit Deckel gebaut. Außerdem sollte man sich einen Ruck geben und auch mal eine größere Dose verstecken – kleine Tupperdosen, die fast immer irrigerweise als Cachegröße „Regular“ oder gar „Large“ gekennzeichnet werden,  ist für manchen Finder dann doch frustrierend. Ein weiterer Nachteil: Die Cacher bringen nach einigen Wochen oftmals die Tauschgegenstände nicht mehr unter, weil die Box randvoll ist. Beispiele für hinreichend große Cacheboxen finden sich natürlich v.a. in den USA: BIG BOY (GCXTPX, die Foreneinträge dazu sind schlicht genial) und Bridge Boutique (GCXCEX).

Die Cachenote („Hinweiszettel“)

Es kommt immer mal wieder vor, dass Caches durch Zufall gefunden werden. Um Muggels zu erleuchten, sollte man einen Hinweiszettel („Was ist das hier?!?“) ausdrucken, ihn am besten gegen die Feuchtigkeit laminieren lassen (geht in jedem Copyshop) und zu dem Cacheinhalt obenauf legen. Hierzu habe ich eine viersprachige Vorlage entworfen (die mit anderen Cachern im grünen Forum abgestimmt wurde) und biete sie Euch hier zum Herunterladen und zur freien Verwendung an:


 

Was gibt es denn da alles für seltsame Logos und Initiativen?

Dies ist das normal Logo für diesen Sport und verweist üblicherweise auf die Mutter aller Geocaching-Datenbanken: www.geocaching.com
Das CITO Logo steht für einen weltweiten „Cash-In-Trash-Out“ Tag, der einmal jährlich offiziell veranstaltet wird. Dabei sollte jeder Geocacher zum Cachen einen Müllsack mitnehmen und Müll, den er auf dem Weg zum Cache findet, einsammeln und entsorgen. Eigentlich sollte man das immer tun, aber wenn ich mir so angucke, was z.B. in Spanien so rumliegt, dann ist wohl hier und dort ein Kulturwandel notwendig…
Sind wir mal ehrlich: In ca. 99% aller Caches, die von mehr als 5 Leuten gefunden wurden, findet sich nach und nach immer mehr Müll, d.h. Gegenstände, die Ihr eher entsorgen als tauschen würdet. Sicherlich ist der Weg das Ziel, aber einige schießen offenbar über dieses hinaus bzw. gründlich daneben. Einen kleinen Werkzeugkasten gegen eine Überraschungseifigur zu tauschen ist schon lethal für diesen schönen Outdoor-Sport – auch wenn Kinder eher Buntes mögen. Tauscht bitte bitte immer fair (dafür ist dieses Logo, bzw. diese Aktion). Travel Bugs und Ü-Ei Figuren sollten nicht als Tauschobjekt (im Sinne von 1:1) dienen, sondern „nebenher“ laufen. Legt sie einfach mit hinein für das nächste Kind, aber nutzt es nicht zum Tausch.
Gleiches wie obige Kampagne, nur deutlich gemacht für diejenigen, die sich mit Anglizismen nicht anfreunden können und wollen.

 

Was ist… das Fremdwörterbuch für den gemeinen Käscher

(Geo)Cache – (engl.), etwa Geheimes Versteck

Decrypt – Hier: Ein Hinweis, der über eine einfachen Buchstabentauschtabelle verschlüsselt wurde. Hilft als Ausdruck unterwegs, wenn man den Cache nicht findet.

FTF – Abkürzung für „First to Find„. Bezeichnung für die erste Person, die den Geocache logt.

GPS Global Positioning System, ermöglicht u.a. über Handempfänger weltweit eine auf ca. 5m genaue Positionsbestimmung durch Koordinaten mit Längen– und Breitengraden. Diese Bezeichnung wird auch verwendet für Handgeräte zur Positionsbestimmung über das GPS. (Gibt es z.B.  gebraucht in dieser Kategorie auf ebay schon ab ca. 60 €.)

Hint (engl. Hinweis) – kleiner Tipp.

Log – Eintrag im Logbuch, entweder im Buch im Cache und/oder im Internet, z.B. auf opencaching.de

Micro / Mikro – Minicache nur mit Logbuch, ohne Tauschgegenstände. Hat den Vorteil, dass er sogar in einer Großstadt versteckt werden kann.

(Geo)Muggels – Frei nach nach Harry Potter die Normalmenschen und Nichteingeweihten ohne „magische Fähigkeiten“. Beim Cachen sind Muggels eher einfach neugierige Passanten, vor denen wir uns in Acht nehmen müssen, weil sie den Cache plündern könnten. (siehe auch Wikipedia) Eine nette Variante sind die „Doggles“ – neugierige Hundebesitzer beim Gassigang.

SBA – Abkürzung für „Should Be Archived“. Wenn Geocacher einen bestimmten Cache suchen und dabei zu dem Schluss kommen, dass dieser gegen die Richtlinien verstößt, können sie im Log diesen Cache als „SBA“ markieren. Der zuständige Reviewer bekommt dann eine Email mit der Aufforderung zur Prüfung. Kommt er zu dem gleichen Schluss, wird der Cache inaktiv geschaltet und in der Datenbak archiviert. Es kann danach zwar noch die (als archiviert markierte9 Beschreibung aufgerufen werden, aber das Suchen des Caches ist dann sinnlos, weil die Stationen und Finale vermutlich nicht mehr vorhanden sind und der Punkt auch nicht mehr für die Statistik gezählt wird. Ein schönes Beispiel dafür ist dieser Cache: GC16EMF – da hat der Owner wohl u.a. nicht an kleine Kinder gedacht.

Spoiler (engl. to spoil) – verderben. Hier meist: Ein Hinweis in Text oder Foto in einem Internet-Logbuch, welcher die Cacheposition verrät und damit den Spaß halbiert.

TFTC – Thanks for the Cache

TNLN – Took Nothing Left Nothing

GCXTZM – Auf der Geocache-Datenbank „geocaching.com“ hat jeder Cache einen eindeutigen Code als Bezeichnung, den sogenannten „Waypoint“. Aufgrund der Limittierung auf 6 Zeichen bei den meisten GPS-Geräten (wenn man einen Waypoint mit Koordinaten abspeichern will) ist der Code immer nur 6-stellig.


 

Was heißt das, wenn ein Cache archiviert wird?

(Siehe dazu SBA im obigen Fremdwörterbuch)


 

Der Umgang mit Muggles?

Ganz ehrlich. Die Geheimnistuerei der Cacher der ersten Stunde haben dem Hobby nicht unbedingt gutgetan, sondern den Verdacht der „Unwissenden“ („Muggles“), eher noch bestärkt, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Zum Glück kennen heute sogar die Polizei und Feuerwehr dieses schöne Hobby und es wird nicht mehr so schnell ein Binnenschiffkanal per Terror-Großeinsatz gesperrt, weil ein Spaziergänger ein graues PVC-Ror mit weisser Wäscheleine am Rand im Wasser befestigt liegen sah (Tatsache!). Wenn Ihr angesprochen werdet, erzählt den Leuten schlicht, dass Ihr einen Outdoorsport namens Geocaching macht (die meisten kennen das mittlerweile aus der Presse) und zeigt kurz Euer GPS.  Ich bin mal auf das Übelste von einem Hausmeister beschimpft und mit der Polizei bedroht worden, weil ich eine Dose am Zaun, aber außerhalb des Schulgrundstücks suchte. Die Stimmung drehte sich um mal eben 180 Grad, als mein Bruder und ich ihm die Dose und das GPS zeigten. Geheimnistuerei schadet nur, die Leute sind ja nicht blöd und merken gleich, dass Ihr sie anlügt und abweisend seid. Es kann so einfach sein… redet miteinander!


 

Weitere Quellen

Alles voran: Es gibt endlich eine Cache-Wiki, die alles Wissenswerte rund um das Hobby Geocaching zusammenfasst – von Einsteigerfragen bis hin zur Erklärung essentieller Begriffe wie z.B. „Hasengrill„, „Sprit-Kaiser„, „Herforder Methode“ oder „Sissi-Cacher„.

Eine etwas allgemeinere, aber sehr gute und umfangreiche FAQ ist die geocaching-faq.de (sie ist von moenk, dem Administrator des Grünen Forums, ins Leben gerufen worden). Außerdem gibt es noch auf geocaching.de eine weitere FAQ, die ich unbedingt nahelegen möchte! Ergänzend gibt es als Einstiegslektüre auch diesen zweiseitigen Artikel zum Thema Geocaching für Familien (1,4 MB), der von der Herausgeberin eines Bonner Familienmagazins (mit kleiner Unterstützung und Fotos von mir) verfasst wurde.